Hugo (2007-2016)

An einem Tag im Jahre 2007 wechselte Johannes Gees auf der Toilette des Cabaret Voltaire die WC-Rolle aus und bastelte aus der Kartonhülse und einer leeren Seite, die er aus der seit jeher auf der Toilette aufliegenden Bibel heraus gerissenen hatte, eine Instant-Skulptur.
Er dachte sich nichts dabei. 

Beim Gang zurück an die Bar stellte der Künstler fest, dass seine Instant-Skulptur Hugo Balls Kostüm aus dem Jahre 1916 verblüffend ähnlich sah.

Der Künstler entwarf darauf die Skulptur „Stille Einkehr“ und weihte sie zusammen mit einer Schar Unentwegter am 8. November 2007 in der Krypta des Cabaret Voltaire ein. Direktor Adrian Notz leitete die Performance und gab den Messdiener.

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2015: Hugo

Aus der Skulptur „Stille Einkehr“ von 2007 wird die partizipative Skulptur und Performance „Hugo“.

Beschreibung:
Hugo, Skulptur 2007/2015
Kartonröhre, Autolack, Filz, Holzschemel, Läufer, Raspberry Pi, Radar-Sensor, Lautsprecher

„Hugo“ ist eine partizipative, performative Skulptur, welche sich auf das legendäre Kartongewand des Ur-Dadaisten Hugo Ball bezieht. „Hugo“ lässt den Besucher Teil des ewigen Dada-Universum werden. („Dada war da, bevor Dada da war“)

Die Performance
Der Besucher liest die Anweisung. Er schreitet über den Läufer zur Skulptur, tritt auf den Schemel, steckt seinen Kopf in die Öffnung und legt seine Arme um die Skulptur. Er wird still. Er sagt, schreit oder flüstert die Worte „Ich Bin Dada“ und macht sein eigenes Statement. Er lauscht. Er ist nun Teil des Dada Universums. Er löst sich von der Skulptur und tritt zur Seite.

Videos:

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Adrian Notz, Director des Cabaret Voltaire, Zürich,während der Hugo-Performance in der Krypta.